Santa Maria del Fiore

Die schönste, die grösste, die imposanteste Kirche der Welt, so gross war der Stolz der Florentiner.

Die alte Kathedrale der heiligen Reparata war eben zu alt, zu bescheiden und zu klein um die Bedeutung der Stadt als machtvolle und wichtige Handelsmetropole zu widerspiegeln. Florenz ist im XIII Jhr. zu reichsten Städte Europas geworden und einige Gebäude sowie Kathedrale, Rathaus, Verteidigungsmauer zeigten am besten den Wohlstand der Stadt. Demnach am 8.September 1296 wurde der Grundstein für die neue Kathedrale gelegt. Der Entwurf stammte von dem Baumeister Arnolfo di Cambio, der bereits Pläne für den Palazzo Vecchio und die neue Festungsmauer geliefert hatte.

Die Verantwortung für die Arbeiten und die Beschaffung von Geldmitteln lag in den Händen der Zunft der Wollweber. Es war eine der reichsten und mächtigsten Zünften der Stadt, die auch den Dombauverein bildete. Die Errichtung einer Kathedrale war eine langwierige und kostbare Angelegenheit. Zweifel, Geldmangel, Kriege oder wechselnde Architekten zogen die Arbeiten über die Jahrhunderte hin. Bis heute sagen die Florentiner wenn sich etwa in die Länge zieht: “es dauert ja so lange wie der Dombau”. Aber man scheute keine Ausgaben, die Kirche sollte so schön und gross wie nur möglich sein.

Für die Errichtung der Kathedrale wurde das Material aus verschiedenen Gebieten der Toskana hierhergebracht. Das Material war “A U.F.O.” gekennzeichnet, dass heisst ”Ad usum Florentinae Operae” (für den Dombauverein), was in der Zeit steuerfrei bedeutete. Heute “mangiare a UFO” (essen a ufo) bedeutet in Florenz “schnorren”, eine Mahlzeit für umsonst bekommen.

Die grösste Herausforderung für die Architekten war jedoch der Bau der Kuppel. Der erste Architekt, die die vorgesehen hatte war schon lange gestorben, er hat leider niemandem erklärt wie man eine solche Kuppel bauen sollte.

Die ihm folgenden Baumeister wussten nicht, wo sie anfangen sollten und taten so, als wussten sie von der Sache nichts. Am Anfang des XV. Jahrhunderts war der Dom fertiggestellt aber von der Kuppel war nicht die kleinste Spur vorhanden. Deswegen hat die Stadt einen Wettbewerb ausgeschrieben. Jeder Teilnehmer sollten ein Model oder zumindest eine Zeichnung fertigen. “Derjenige, dessen Modell ausgewählt wird, erhält 200 Goldflorinen” verkündete der Text.

200 Florinen war ein schönes Sümmchen – mehr als ein fleissiger Handwerker in zwei Jahren verdienen konnte. Zwei Gewinner gehen hervor, zwei alte Bekannte: Lorenzo Ghiberti und Filippo Brunelleschi. Zwei Rivale, die sich dauern über alles stritten. Doch im Laufe der Zeit ging Filippo als einziger Chef heraus. Er hat an allen Kleinigkeiten gedacht, er hat sogar das Menü der Arbeiter vorbereitet, sie sollten nicht zu viel Wein trinken… In der Tat, nur 3 Arbeiter sind während der 16 Jahren abgestürzt. Erstaunlich angesichts der harten Arbeitsbedingungen… Er hat auch das Hauptproblem auf eine revolutionäre Weise gelöst: statt eines kompliziertes Lehrgerüstes aus Holz, gar kein Gerüst.

Für alle Teilnehmer war selbstverständlich, dass ein Holzgerüst erforderlich sei um während der Bauphase das Mauerwerk der wachsenden Kuppel zu stützen.

Wie hat Filippo also seine Kuppel gemacht?

Dies und viel mehr erfahren Sie während einer privaten deutschen Führung.Lassen Sie sich durch die Geheimnisse der florentinischen Kathedrale bezaubern, besteigen Sie die Kuppel des Domes um die Konstruktionsprinzip vor Augen zu haben.

Erleben Sie ein Abenteuer während des Stadtrundgangs mit mir in der Stadt der Renaissance.

Herzlich willkommen in Florenz!